Die thüringer Reisebranche macht mobil!!!

Reisebüros und Reiseveranstalter demonstrieren vor thüringer Landtag

f2fb5b1e-7f15-40f6-8f95-ca390a1ec21a.JPGAm Freitag Nachmittag machten 50 enttäuschte und aufgebrachte Reisebüros Mitarbeiter und Reiseveranstalter, vor dem thüringer Landtag, ihrem Unmut Luft:

„Lasst die Reisebranche nicht an Corona sterben!“ fordern Thüringens Reisebusunternehmen, Reisebüros und Reiseveranstalter am Freitag, dem 8. Mai 2020 ab 11:00 Uhr,  vor der Landtagssitzung, die diesmal im Parksaal des Erfurter Steigerwald-Stadions stattfindet.  
 
image0.jpegAm gestrigen Tag hat die Kanzlerin Lockerungen für fast alle Bereiche ermöglicht. Der Reisebranche bleibt weiterhin jegliche Betätigung untersagt. 10 Reisebusse und 50 Vertreter der thüringischen Unternehmen (aufgrund der nur möglichen Anzahl laut Rechtsverordnung des Landes) wollen jetzt eindringlich auf ihre Situation aufmerksam machen und einen Forderungskatalog an die Landesregierung und die Abgeordneten im Thüringer Landtag übergeben.   

„Unsere Branche trifft es am härtesten“, sagt Sebastian Enders, der für die Reisebusunternehmen, Reisebüros und Reiseveranstalter spricht und die Veranstaltung angemeldet hat. „An uns denkt keiner und über uns spricht keiner. Wir haben eben nicht so eine Lobby wie die Autoindustrie  - Großkonzerne, denen man problemlos Millionen aus der Staatskasse zur Verfügung stellt“.
 
„In unseren Unternehmen stehen seit Wochen die Reisebusse, währenddessen die Kredite im 6-stelligen Bereich weiterlaufen. In den Reisebüros sieht es ähnlich aus. Währenddessen den großen Reiseveranstaltern, wie TUI und anderen durch die Bundesregierung Hilfen in Milliardenhöhe angekündigt wurden, bleiben die Kleinen auf der Strecke“, sagt er.
 
Aber selbst das reicht den großen Reiseveranstaltern immer noch nicht. Sie holen sich Ihr Geld auch noch von den kleinen Reisebüros zurück, das heißt die Provision für die verkauften Reisen, von denen die Reisebüros leben. „Eine riesen Frechheit“, sagt er. „Denn die Reisen wurden ja verkauft und die Arbeit dafür durch die Reisebüros gemacht und davon auch die Kosten wie Miete und Löhne der Mitarbeiter bezahlt.“  
 
image1.jpeg„Derzeit arbeiten wir wieder für „lau“, wenn es um Reisestornierungen und Kundenbetreuung geht. Aber wir tun es trotzdem. Denn unsere Kunden sind uns wichtig und wir wollen sie nicht –  so wie es oft große Reiseveranstalter tun - im Regen stehen lassen“, fügt er hinzu.   
Am gestrigen Tag hat die Kanzlerin Lockerungen für fast alle Bereiche ermöglicht. Der Reisebranche bleibt weiterhin jegliche Betätigung untersagt.   
 
„Das halten wir so ohne Unterstützung nicht länger durch. Und die Politik sollte auch nicht vergessen, dass rund 3 Millionen Menschen in Deutschland in der Tourismusbranche tätig sind. Wie ein Uhrwerk fügen sich die einzelnen Zahnräder, wie Reisebüros, Reiseveranstalter, Busunternehmer, Hotels, Gaststätten und Kunst- und Kulturschaffende zu einen großen funktionierendem Wirtschaftssektor zusammen. Fehlt auch nur ein Rädchen, bricht die ganze Tourismusbranche auseinander.“  
 
image2.jpeg„Darauf wollen eindringlich aufmerksam machen“, sagt er. „Damit man uns eben nicht weiter übersieht und unseren Forderungskatalog übergeben an die Fraktionen im Thüringer Landtag und die Landesregierung, um darüber in den Dialog zu treten“.  

 

          

letzte Änderung: 09.06.2016